|
Vor gut einem Jahr habe ich den ersten Saisonrückblick geschrieben und von daher ist es Zeit, einen weiteren, natürlich völlig subjektiven, Rückblick zu schreiben, zumal diese Saison auch vollständig dokumentiert ist.
Beim ESC Paderborn gab es bereits in der Sommerpause verschiedene Veränderungen. Die wohl wichtigste war, dass Peter Auer statt Artem Roschkov nun das Team trainiert. Artem konnte sich von da an voll auf auf das Spiel konzentrieren und das Team hatte jemanden an der Bande stehen, der von dort aus das Spiel beobachten und dementsprechend handeln konnte.
Als Ziel für die Saison wurden die Play-Offs anvisiert.
Aber bis dahin war es im Herbst 2010 noch ein langer Weg!
Sieben Mannschaften nahmen in dieser Saison am Spielbetrieb in der Bezirksliga NRW teil, darunter als Neulinge Kristall Lippstadt und die Grizzlys Bergkamen. Beide Teams kamen aus der früheren Landesliga, die nun - zusammen mit der bisherigen Verbandsliga - zur neuen NRW-Liga zusammengefasst wurde. Beide Teams sollten in dieser Saison, besonders für den ESC, noch eine wichtige Rolle spielen.
Der Auftakt der Saison gestaltete sich recht widersprüchlich, denn wen man nur das Ergebnis betrachtet, klingt das nach einem grandiosen Start: 17:0 wurde im Derby der TSVE Bielefeld besiegt. Recht glanzlos wird dieser Sieg aber dadurch, weil Bielefeld nur mit einem Miniteam antreten musste.
Es folgten Spiele gegen Brackwede und Lippstadt, die beide verloren gingen. Und dann war Bergkamen zu Gast und das erste Mal in der Geschichte des ESC musste ein Spiel abgebrochen werden. Grund war nicht eine Schlägerei auf dem Eis, sondern ein riesiges Loch im Eis, das durch einen harten Check zustande kam. Nach 45 Minuten Wartezeit, in denen der Eismeister zwar alles versucht hat, das Eis zu reparieren, wrde das Spiel von den Schiedsrichtern abgebrochen. Eine Wiederholung wurde dann kurze Zeit später beschlossen.
Es folgten Siege gegen Netphen, Hamm und im Rückspiel gegen Bielefeld, jedoch stellten sich Brackwede, Lippstadt und Bergkamen als äusserst harte Nüsse dar. Die Begegnungen gegen diese Teams gingen allesamt verloren und zeitweise war auch die Moral beim Team im Keller.
Dennoch standen die Paderborner nach der Hauptrunde mit 18 Zählern auf dem vierten Platz und spielten das erste Mal in den Play-Offs!
Der erste Gegner im Halbfinale war Brackwede. Und die Sensation gelang: Das erste Spiel wurde nach Penaltyschiessen gewonnen! Mit einem Bein stand der ESC im Finale. Das Rückspiel jedoch ging verloren und so ging es ins Kleine Finale.
Gegner hier war Lippstadt und wieder gelang eine Sensation: Das erste Spiel wurde gewonnen! Natürlich auch im Penaltyschiessen. Ein Deja Vu?
Leider, denn auch dieses Rückspiel ging verloren und so schloss der ESC Paderborn die Saison als Vierter ab!
Dieses Mal stelle ich nur einen Spieler heraus:
Tobi Loepp, der im Verlauf der Saison unheimlich gewachsen ist. Dies zeigte sich in den Shoot-Outs der Play-Offs, wo er sämtliche Schüsse der Gegner abwehren konnte.
Für die Saison 2011/12 wünsche ich mir persönlich, dass dieses tolle Team so bestehen bleibt, sich aber verstärkt, um nicht mehr mit maximal 2.5 Reihen zu spielen, sondern mit 3 Reihen. Eben dies ist mit Sicherheit ein Grund dafür, weswegen wir gegen Lippstadt und Bergkamen verloren haben, da diese Teams mit wenigstens 3 Reihen gespielt haben.
Wirklich toll wäre es natürlich, mit 4 Reihen spielen zu können.
In diesem Sinne sage ich mal: "Danke Jungs!"
|